Ein guter Vorsatz pro Jahr reicht

Sturmtief Alex sprizt Gischt
Heute ist der erste Sonntag im Jahr 2017. Es ist drei Minuten vor vier, der Himmel bläst Trübsal. alles lädt dazu ein, sich zuhause einzukuscheln und auf keinen Fall raus zu gehen. Ich hab mich dran gehalten.

Möwen klein grau

Doch oh Schreck, dieser Sonntag hat es in sich. Gerade als ich tief in der Frage versunken war, welche Nagellackfarbe den besten Kontrast zu diesem Wetter setzt, schoss mein Unterbewusstsein einen spitzen Pfeil direkt in mein Bewusstsein. „Du hattest Dir doch vorgenommen jede Woche zu bloggen! Ich sehe weit und breit noch nicht eine geschriebene Zeile von Dir in Deinem Blog“ ermahnt mich eine ziemlich autoritäre Stimme in meinem Kopf.

Ach herrje, stimmt. Ich habe mich tatsächlich in meiner 2017- wird- alles- besser- Stimmung, ach, was sage ich, in meiner 2017- wird- ein- Superlativ- Stimmung dazu hinreißen lassen, gute Vorsätze für das neue Jahr zu fassen. Einer war, jede Woche zu bloggen. Ich habe es sogar auf einen Zettel gekritzelt, auf eine Rakete geklebt, ordentlich draufgespuckt und ab in den Himmel gejagt. Pfff, was hat mich da nur geritten? Das habe ich jetzt davon. Der Zettel ist beim Universum angekommen und ich kassiere jetzt den Anschiss.

Ich kann es aber nun mal nicht leiden, wenn ich mir etwas vornehme und es dann nicht einmal versuche. Also habe ich die Nagellackfrage vertagt und sitze brav am PC und schreibe meinen ersten Wochenrückblick. Der Blog sieht zwar immer noch aus wie Kraut und Rüben, aber egal. Ich wollte ja meinen Perfektionismus für dieses Jahr ablegen. Ich erinnere mich. Das war noch so eine Sache, die ich leichtsinnig auf eine Rakete gekritzelt habe.

Möwen klein grau

Meer

Sturmtief Alex sprtizt Gischt

Was letzte Woche nicht geschah

Jetzt aber wirklich zum Thema. Ich liebe Wochenrückblicke. Das ist meine erste Amtshandlung am Sonntagmorgen. Kaffee schlürfen und Wochenrückblicke lesen. Also will ich natürlich auch einen Wochenrückblick schreiben. Dumm nur, dass diese Woche nichts Erwähnenswertes geschah bis auf eine handfeste Neujahrsdepression. Während sich gefühlt alle anderen in lauter 2017 Neuanfangsspirit fleißig bemühten, ihre guten Vorsätze sofort in die Tat umzusetzen, versank ich in tiefgraue Gedanken, die mit den Worten „alles doof“ kurz zusammengefasst wären (ja, eine kleines mitleidiges „Du Arme“ wäre an dieser Stelle schon angebracht, aber Du musst natürlich nicht). Ich hatte das Gefühl, ich wäre wirklich der einzige Mensch auf der Welt, der nicht jedem seine guten Vorsätze fröhlich ins Ohr schnurrte oder motiviert seinen Jahresplaner mit soooo vielen tollen Dingen voll malte.

Möwen klein grau

Was statt dessen geschah

Statt dessen übte ich mich akribisch in erleichternden Ausreden wie: „Manche brauchen eben länger, um Euphorie zu entwickeln“ und „Mach einfach nicht so schnell mit der Euphorie, die kommt schon ganz alleine“. Das einzige was allerdings ganz von alleine kam, war sauschlechtes Wetter. Es war wirklich weltuntergangsmäßig und trug nicht gerade zu meiner angestrebten guten Laune bei. Kurz gesagt: Sturmtief Alex verbreitete ganz miese Bedingungen für mich.

Ich habe gerade mal gegoogelt, dachte nämlich, Sturmtiefs tragen doch immer weibliche Namen. Damit Männer immer blöde Witze machen können. Mea culpa, im Jahr 2017 tragen nun alle Tiefdruckgebiete männliche Namen. Das finde ich gerecht und so erheitert Alex nun doch noch mein Gemüt.

Genug Wettergeplänkel. Was habe ich noch getrieben diese Woche? Ich habe mich – tataaaa -im Handlettering geübt. Habe mir motiviert den Handlettering Guide von Frau Hölle gekauft (guckst Du hier Handlettering Shop Frau Hölle) und los geübt. Die Ergebnisse sahen allerdings mehr nach Verzweiflungstat als nach wohlgeschwungener Linie aus. Frau Hölle sagt dazu nur: Geduld. Seufz. Geduld gehört definitiv nicht zu meinen Kernkompetenzen. Aber ich bleibe weiter dran und werde üben.

Möwen klein grau

Zum Ende eines jeden Wochenrückblicks gehört glaube ich noch, irgendeinen Mehrwert für den Leser zu produzieren. Sonst liest das ja kein Mensch. Muss schon was bei rausspringen, nicht wahr? So sind wir, die Leser. Deswegen habe ich extra für Dich eine kleine Unterrubrik in meinem Wochenrückblick entwickelt (das hört sich wirklich nach sehr viel konzeptioneller Arbeit an – war es aber gar nicht). Ich nenne sie:

Küstenglücks weise Wochen Worte:

Wenn Du dir etwas vorgenommen hast, TU ES. FANG AN. Auch wenn Du Angst davor hast. Auch wenn Du tausend Gründe findest, warum es besser wäre, es nicht zu tun. Überliste Dich selbst und mach es einfach. Sperr Deinen Perfektionisten in den Schrank. Am besten knebelst Du ihn vorher noch. Wenn Du den ersten Schritt gemacht hast, versprühst Du ganz viel 2017- wird- ein- Superlativ-Glitzer. Versprochen!

So, das war er nun. Mein allererster Wochenrückblick ever. Ich bin ein bisschen stolz, hoffe aber insgeheim doch, dass ihn niemand liest.

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