5 Gründe, warum Du im Herbst ans Meer fahren solltest

Vor kurzem habe ich Euch auf Instagram die Frage gestellt, zu welcher Jahreszeit Ihr am liebsten ans Meer fahrt. Das Ergebnis hat mich wirklich überrascht. Denn ich hatte vermutet, dass die meisten von Euch eine ganz bestimmte Favoriten-Jahreszeit für die Nordsee oder Ostsee haben. Doch Eure Antworten sagten erstaunlich anderes.

Ich will Euch gar nicht lange auf die Folter spannen. Eure einhellige Meinung war: Hauptsache Meer, egal wann. Das kann ich gut verstehen. Aber trotzdem möchte ich Euch meine Vorzüge des Herbstes am Meer gerne ans Herz legen, um Euch vielleicht sogar zu einem kleinen Spontanbesuch ans Meer zu inspirieren. Hier kommen meine Top 5 Gründe, warum ich den Herbst an der Küste so liebe.

1. Kühl aber nicht kalt

 

Ich mag keine Hitze, da bin ich kategorisch. Und Hitze fängt bei mir bei 25 Grad Celsius an. Alles, was darüber hinausgeht, ist mir zu heiß. Wenn mir zu heiß ist, bekomme ich sehr schlechte Laune. Dazu kommt, dass meine Gehirnzellen bei solchen Temperaturen schmelzen, so dass zu der schlechten Laune noch Denkunfähigkeit hinzukommt. Eine Kombination, die ich möglichst vermeide.

Wohltemperiert ist meine Lieblingstemperatur

Deswegen bin ich hier an der Nordseeküste auch besonders gut aufgehoben. Denn es kommt wirklich nur selten vor, dass hier mal über 25 Grad herrschen. Und wenn, dann kann man eben schnell ins Wasser springen und schon ist man wieder wohltemperiert. Zudem haben wir hier an der Küste immer einen leichten Wind, der gerade im Sommer besonders schön kühlt.

Frachter auf der Elbe

Im Herbst allerdings haben wir die allerbesten Temperaturen an der Nordsee (na gut, meistens). Es ist noch nicht richtig kalt, aber schon kühl genug für ein leichtes Einmummel-Gefühl mit Schal und Mütze. Zu dieser Jahreszeit ist der Wind auch noch nicht so schneidend kalt wie im Winter. Wenn dann noch die Sonne scheint, wird es sogar nochmal richtig warm. Man kann also wunderbar am Strand spazieren gehen, ohne von Schweißausbrüchen geplagt oder von eisigem Winterwind tyrannisiert zu werden. Mein absolutes Pro für den Herbst am Meer.

2. Leer aber nicht einsam

 

Strand exklusiv

Ich mag gerne einsame, menschenleere Strände. Deshalb könnte ich auch sehr gut alleine auf einer winzigen Hallig leben (Voraussetzung ist natürlich W-LAN). Ich weiß, zu viel Einsamkeit ist nicht jedermanns Sache. Aber wer im Herbst ans Meer fährt, der bekommt eine schöne Mischung aus nicht überfüllt und einsam (je nach Wochentag und Wetterlage), so dass einem ausweichmanöverfreien Strandspaziergang nichts im Wege steht.

Denn im Hochsommer passiert einem folgende Situation häufiger als einem manchmal lieb ist: Du spazierst gemütlich an der Wasserkante entlang, weil dort der Sand fester und das Laufen leichter ist. An Viel-los-Tagen kommen Dir allerdings jede Menge wild entschlossener Barfussläufer entgegen. Sie laufen exakt so weit im Wasser, dass die Füße schön nass werden, aber das Wasser nicht bis zu der hochgekrempelten Hose spritzt.

Damit der perfekte Weg an der Wasserkante nicht gestört wird, darf der Kurs auf gar keinen Fall verändert werden. Auch nicht bei Gegenverkehr. Der Andere muss dann bitte eben Richtung Land ausweichen, was ich auch immer brav tue. Man möchte ja Zusammenstöße vermeiden. So kann man an besonders vollen Tagen schon mal das Doppelte an Strand-Weg ablaufen, allein nur durch die Ausweichkurven.

Im Herbst ist die Gefahr der Ausweichmanöver nur sehr gering bis eigentlich überhaupt nicht vorhanden. Das schätze ich wirklich sehr am Herbst im Meer.

3. Gelb aber nicht grau

 

Der Herbst ist ja, was Farben angeht, gigantisch. Ich staune immer wieder, was die Natur in der Lage ist, für Farbtöne hervorzubringen. Diese unglaublichen Rot, Gelb, Orange Nuancen der herabfallenden Blätter sind für mich jedes Jahr wieder ein Naturspektakel und Wunder.

Nun stehen meistens am Strand nicht so wahnsinnig viele Bäume herum, die ihre rote Pracht verschwenderisch dem applaudieren Publikum hinabwerfen. Meistens stehen überhaupt keine Bäume am Strand herum, was natürlich zur Folge hat, dass der Strand und das Meer nicht besonders farbenprächtig daherkommen.

In dieser Hinsicht besticht schon eher der Sommer, mit seinen verschiedensten Blautönen des Meeres als herrlichen Kontrast zum sandigen Gelb des Strandes. Aber ich muss sagen, ich mag die Meerfarbe auch im Herbst. Es ist ein wenig farbloser, ich möchte nicht sagen, trostloser aber es ist auch noch nicht so richtig eisgrau wie im Winter. Das Licht ist noch wärmer und die Sonne scheint länger. Die Zeit für einen Strandspaziergang reicht noch für den ganzen Nachmittag und nicht wie im Winter nur für eine knappe Stunde nach dem Mittagessen. Man hat also noch richtig Zeit für schöne Stunden am Herbstmeer.

4. Stürmisch aber nicht gemein

 

Die ersten Herbststürme, hach, ich liebe sie. Ich liebe überhaupt Stürme. Aber Herbststürme liebe ich ganz besonders. Herbststürme können nämlich schon ganz schön heftig werden, sind aber meistens noch nicht so fies. Sie übertreiben nicht so, sie sind nicht so gemein fies und kalt wie so richtig gemeine Winterstürme, bei denen man schon erfriert, wenn man nur aus dem Fenster schaut. Bei Herbststürmen kann ich noch raus gehen und das aufgebrachte Meer tosend erleben.

Man kann sich gegen Wind lehnen, ohne umzufallen. Man kann dem Getöse zuschauen und die Naturgewalten fühlen. Die unglaubliche Kraft des Windes! Man kann die Gischt spüren, die ins Gesicht spritzt und sich salzig auf die Lippen legt. Man kann das ohrenbetäubende Tosen hören, dass eine Unterhaltung sinnlos macht. Man kann sich in einen Sturm am Meer hineinlehnen, ohne umzufallen. Mit einem respektvollen Abstand zur Wasserkante ist so ein Herbststurm eine herrliche Sache.

5. Süß aber nicht salzig

 

Ich bin eine Sonntagnachmittag Kaffee und Kuchen Tante. Das liegt vermutlich daran, dass ich an einem Sonntag um 16 Uhr geboren wurde. Also zur allerbesten Kaffeezeit. Ich könnte mir denken, dass ich damals quasi direkt in eine Hebammen-Kaffeerunde hineingeboren wurde.

So, und nun frage ich Dich: was bitte gibt es Schöneres als Kaffee und lecker Kuchen nach einem ausgedehnten Spaziergang am Meer? Ich finde, nichts. Außerdem schmeckt Kuchen mit Marzipan, Apfel und Zimt im Herbst viel besser als im Sommer.

Ein Stück Kuchen mit Schlagsahne an der Nordsee

Kuchen nach einem langen Strandspaziergang

Was gefällt Dir ganz besonders am Herbst am Meer? Oder bist Du eher der Sommertyp? Lass es mich wissen und schreibe mir einen Kommentar.

 

 

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